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23.10.2019

„Kramserei“ mit Ludwig-Reinhard-Kulturpreis ausgezeichnet

Preisträgerin Susanne Kramer betreibt außergewöhnliches Kulturzentrum im ländlichen Raum / Landrat Stefan Sternberg lobt Kulturschaffende im Landkreis für ihr vielfältiges Engagement

Kulturpreis 2019
Susanne Kramer, Kulturpreisträgerin 2019 © Philipp Eisermann

Mittlerweile eine feste Größe im herbstlichen Kulturkalender ist die Verleihung des Ludwig-Reinhard-Kulturpreises des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Im feierlichen Rahmen wird heute (23.10.2019) in der Stadthalle Parchim Susanne Kramer aus Klein Krams für ihr Kulturzentrum „Kramserei“ ausgezeichnet. Mit Leidenschaft und vielen guten Ideen baute sie in dem Ort ein außergewöhnliches Kulturzentrum auf, das beispielhaft für die Kulturszene im ländlichen Raum ist. Die „Kramserei“ bietet von Comedy-Abenden über Handwerkskurse und Markttagen bishin zu Musik- und Tanzveranstaltungen ein traditionelles sowie modernes Kulturangebot.

Der mit 2500 Euro dotierte Ludwig-Reinhard-Kulturpreis, jeweils zur Hälfte gestiftet von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und der Sparkasse Parchim-Lübz, wurde in diesem Jahr zum achten Mal im Landkreis Ludwigslust-Parchim ausgeschrieben. Er würdigt kulturelle und künstlerische Leistungen, die sich durch besondere Originalität und Qualität auszeichnen und einen engen inhaltlichen Bezug zum Landkreis Ludwigslust-Parchim aufweisen.

Für Stefan Sternberg ist es die erste Kulturpreisverleihung als Landrat. Dass diese Veranstaltung für ihn eine Herzensangelegenheit ist, bewies er bereits in den vergangenen Jahren als Vorsitzender des Bildungsausschusses des Kreistages. Auf der heutigen Festveranstaltung lobt er die Kulturschaffenden im Landkreis für ihr vielfältiges Engagement. „Sie setzen sich für eine bunte Gesellschaft ein und zeigen, dass auch im ländlichen Raum viele tolle Veranstaltungen und Angebote möglich sind.“ Der Landkreis verfügt über ein breitaufgestelltes Kulturprogramm über das ganze Jahr hinweg, als Beispiele sind das Landesrapsblütenfest in Sternberg, der Südwestmecklenburgische Töpfermarkt und das Kreiserntefest zu nennen.

Umrahmt wird die Festveranstaltung von der Musikschule „Johann Matthias Sperger“ des Landkreises, dem Parchimer Frauenchor „Herzensschöne“ und der Konzertpianistin Christiane Klonz.

In diesem Jahr lagen der zehnköpfigen Jury 14 Vorschläge zur Vergabe des Ludwig-Reinhard-Kulturpreises 2019 vor. Neben Susanne Kramer waren dies:

  1. Bernd Uwe Heckendorf, Parchim, Naturfotograf, mit dem Anliegen, der Jugend den Schutz und Erhalt der heimatlichen Natur nahezubringen.
  2. Zwei Arbeitsgemeinschaften der Grundschule West Parchim, die Volkstanzgruppe und die Plattsnacker, für das Ziel, die niederdeutsche Sprache und den Volkstanz als kulturelles Erbe zu bewahren.
  3. Kindervolkstanzgruppe, Ortsteil Neuhof / Neuenkirchen in Zarrentin am Schaalsee, deren Mitglieder aus mehreren Kulturkreisen kommen und somit zur Integration beitragen.
  4. Lydia Klammer, Brüel. Die Künstlerin und Kuratorin setzt sich für eine regionale, kulturelle Identitätsfindung ein.
  5. Karl-Peter Elsholt, Consrade, seit 2017 als Vorsitzender des Förderkreises Consrader Kirche tätig und für den Aufbau des Heimatmuseums verantwortlich.
  6. Kally Darm,Tessin bei Boizenburg. Der Musiker prägt die Region durch zahlreiche Konzerte und Initiativen. Im April 2019 gewann er den Wettbewerb für ein neues Heimatlied des Heimatverbandes M-V.
  7. Rainer Stankewitz, Crivitz, Autor des Erzählbandes „Beergast friert“ sowie Ansichten dreier Autoren, die er im Band „Schrottveilchen“ zusammenfasste. Bislang erschienen von ihm sechs Bücher.
  8. Künstlergemeinschaft der Mecklenburg-Kunst-Galerie und Bernd Jähnert, Leiter der Kunstgalerie Dabel. Über mehr als drei Jahrzehnte führt die Künstlergemeinschaft eine Vielzahl von künstlerischen Maßnahmen und Veranstaltungen durch.
  9. Sternberg und MEHR e.V. Seit 17 Jahren richtet der Verein das Landesrapsblütenfest Mecklenburg-Vorpommern in Sternberg aus. Das Fest zählt zu den kulturellen Höhepunkten im Landkreis und im Land.
  10. Theatergruppe „Gehänselt und Gegretelt“, ein Mehrgenerationenmodell an der Schule am Neuen Teich in Lübz, die ehrenamtlich arbeitende Theatergruppe besteht aus Angestellten, Mitarbeitern, Referendaren und Rentnern im Alter von 27 bis 66 Jahren.
  11. Heiko Voss, Groß Niendorf, Künstler der Stahlskulptur „Fischregen“, die am 5. September 2017 in Crivitz an der Seepromenade enthüllt wurde.
  12. Eckhard Bergmann, Galerie „ebe“, Seit August 1990 werden in seiner Galerie, Ausstellungen, auch mit der Unterstützung professioneller Künstler, gezeigt.
  13. Grit Stark, Parchim, für ihr unermüdliches Engagement als Chorleiterin des bekannten Schulchores vom Friedrich-Franz-Gymnasium Parchim.

Weitere Informationen zum Ludwig-Reinhard-Kulturpreis des Landkreises Ludwigslust-Parchim:  www.kreis-lup.de/kulturpreis