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08.07.2018

Wald- und Flächenbrand bei Groß Laasch: Alle Brandherde gelöscht, Einsatzleitung gibt Entwarnung

A 14 und weitere gesperrte Straßen ab morgen, 13 Uhr, wieder offen / Betreten des Waldes bleibt verboten / Feuerwehr bleibt mit Brandwachen und für Nachlöscharbeiten vor Ort / Wald wird aus Sicherheitsgründen weiter gewässert

Der Wald- und Flächenbrand an der Autobahn 14 bei Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist vollständig gelöscht. Das teilte die Einsatzleitung heute Abend nach Auswertung  aktueller Wärmebildkamera-Aufnahmen und einer Lagebesprechung mit. Einsatzkräfte können nun Schritt für Schritt abgezogen und Technik abgebaut werden. Auch Sicherheitsvorkehrungen in Zusammenhang mit dem Brand werden in Abstimmung mit den beteiligten Behörden Schritt für Schritt zurückgenommen.

So sind die A14, die zwischen dem Kreuz Schwerin und Grabow wegen des Brandes in Verbindung mit Explosionsgefahr gesperrt wurde, sowie alle weiteren bis dahin gesperrten Straßen und Wege in der Umgebung von Groß Laasch, ab Montag (09.Juli), um 13 Uhr wieder befahrbar. Die ehemalige Bundesstraße 191, jetzt L072, zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe wurde bereits heute am späten Nachmittag wieder freigegeben.

Aufgehoben wurde auch die 1000-Meter-Sperrzone um das Waldbrandgebiet. Das Betreten des Waldes bleibt jedoch verboten.  Feuerwehren bleiben mit etwa 50 Kameradinnen und Kameraden vor Ort  zur Brandwache und zu Nachlöscharbeiten. Feuerwehrleute sorgen mit Wasserwerfern für die weiterhin erforderliche Wässerung des Waldstückes.

Wolfgang Schmülling, stellvertretender Landrat, dankte in Groß Laasch allen am Einsatz Beteiligten. „Dass es gelungen ist, die außerordentlich komplizierte und buchstäblich explosive Lage in den Griff zu bekommen, ist dem Zusammenwirken aller Kräfte zu verdanken“, sagte Schmülling. „So konnte Schlimmeres verhindert und der Brand in dem munitionsverseuchten Wald sicher gelöscht werden. Ob Feuerwehren, THW, Bundeswehr, Forst, Munitionsbergungsdienst, DRK, Polizei, Straßenmeistereien und insbesondere die Einsatzleitung – Sie alle haben einen hervorragenden Dienst geleistet.“

Der Durchbruch in der Bekämpfung des Brandes war am Sonnabend gelungen. Rund um die Uhr pumpte das THW große Wassermengen aus dem Ludwigsluster Kanal in das Waldbrandgebiet. Zusätzlich nahmen die Freiwilligen Feuerwehren sechs Wasserwerfer in Betrieb. So wurde der Wald binnen 24 Stunden mit mehr als 6 Millionen Litern Wasser geflutet, um im Boden verborgene Glutherde zu löschen. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren im Schichtsystem im Dauereinsatz. Vor der massiven Wässerung des Waldes waren Lösch- und Räumpanzer einer zivilen Firma sowie ein CH53-Hubschrauer der Bundeswehr zum Löschen aus der Luft im Einsatz.

Das Feuer war am 4. Juli auf einer fünf Hektar großen Ackerfläche entstanden und hatte durch heftigen Wind auf ein etwa 20 Hektar großes Waldstück an die A 14 übergegriffen. Als große Gefahr erwiesen sich im Wald befindliche Munitionsreste aus dem 2. Weltkrieg, die durch die Hitzeentwicklung explodierten und Feuerwehrleute zu verletzen drohten. Brandbekämpfer mussten 1000 Meter Sicherheitsabstand zum Brand halten und die Löscharbeiten vom Boden aus einstellen. Auch die nur 50 Meter vom Brandgebiet verlaufende A 14 und weitere Straßen wurden zur Sicherheit gesperrt.