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08.07.2018

Wald- und Flächenbrand bei Groß Laasch – Löscherfolge, aber keine Entwarnung

THW und Feuerwehren haben binnen 24 Stunden mehr als 6 Millionen Liter Wasser auf den munitionsbelasteten Waldboden gebracht / Einsatz geht auch am Sonntag unvermindert weiter / Straßensperrungen aus Sicherheitsgründen weiterhin erforderlich

Die intensive Bewässerung des munitionsbelasteten Waldbrandgebietes an der Autobahn 14 bei Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim) geht auch heute (08.07.2018) unvermindert weiter. Das Technische Hilfswerk pumpt Wasser aus dem Ludwigsluster Kanal direkt in das Waldstück, Freiwillige Feuerwehren haben sechs Wasserwerfer in Betrieb genommen. Nach Angaben der Technischen Einsatzleitung sind seit Sonnabend mehr als sechs Millionen Liter Wasser über vier Kilometer Schlauchleitungen auf den Waldboden gebracht worden. Mit zunehmendem Erfolg: Luftbildaufnahmen mit einer Wärmebildkamera zeigen nur noch wenige Glutnester.

Nach Einschätzung von Kreiswehrführer und Einsatzleiter Uwe Pulss bleibt die Lage trotz der erzielten Löscherfolge angespannt. Die 1000-Meter-Sperrzone um das betroffene Waldstück ebenso wie die Vollsperrung der A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow, der B 191 zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe und weiterer Straßen in der Umgebung von Groß Laasch bleiben bis auf weiteres bestehen. Wie lange der Einsatz noch dauern wird und wann Sicherheitsmaßnahmen gelockert oder aufgehoben werden können, sei gegenwärtig nicht absehbar, sagt Pulss.

Das Feuer war am 4. Juli auf einer fünf Hektar großen Ackerfläche entstanden und hatte durch heftigen Wind auf ein etwa 20 Hektar großes Waldstück an die A 14 übergegriffen. Als große Gefahr erwiesen sich im Wald befindliche Munitionsreste aus dem 2. Weltkrieg, die durch die Hitzeentwicklung explodierten und Feuerwehrleute zu verletzen drohten. Brandbekämpfer mussten 1000 Meter Sicherheitsabstand zum Brandgeschehen halten und die Löscharbeiten vom Boden aus einstellen. Auch die nur 50 Meter vom Waldbrandgebiet verlaufende A 14 und weitere Straßen in diesem Gebiet wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt.

 

Kontakt für Rückfragen:

Landkreis Ludwigslust-Parchim

Andreas Bonin

Pressesprecher

03871 722-9203

andreas.bonin@kreis-lup.de